03.02.2003

No milkman no postman,
not King Edward  -

The Cardealer Satisfied Queen - Lust
... and Scotland Yard watching under the matress

Nicht Milchmann, nicht Postbote, nicht mal König Eduard – der Autohändler machte das Rennen bei der Lust-Königin... und Scotland Yard lag auf der Lauer.

Zur  Abdankungskrise um König Eduard VIII im Jahre 1936 öffneten sich dieser Tage endlich die Akten, nachdem „Queen Mum“ im letzten Jahr hochbetagt verstarb. Kein Wunder, daß es so lange dauerte. Das wollte man ihr –  wohl eher dem British Empire und dem amüsierten Weltpublikum  - lieber nicht antun. Heute ist das anders, da  kommen die Monicagates mit Lichtgeschwindigkeit ans Tageslicht. Was seit jenen Tagen die Geheimdienstakten bargen, brachte damals (noch) die Royals in Harnisch, auch wenn schon auf die freudvollen Ausflüge seines Papas Eduard VII ins Moulin Rouge keineswegs die Schatten viktorianischer Prüderie fielen. Selbst Lady Di war mit ihrem Rittmeister gewiss nur eine epigone Amateurin, noch dazu auf dem Rücksitz hinter ihrem Leibwächter in die „ewigen Jagdgründe“ befördert.

Als Duchesse of York musste Queen Mum gemeinsam mit ihrem geliebten Bertie ohne Stottern auf den Thron, was sie – wer will's ihr verübeln - der Simpson nie mehr verzieh. Ob sie wohl deswegen ihrem sprichwörtlichen Gin so gern zusprach? Hätte MI5 sie kurzerhand gebrieft, Churchill hätte ihren Aufschrei ganz gewiss in seinen Memoiren verbrieft.  Die hochvertraulichen Berichte an den Londoner Polizeipräsidenten enthalten würzige Details, die aufgrund einer Sonderregel bisher nicht eingesehen werden durften, schreibt Gina Thomas in ihrem Bericht für die FAZ [31.01. 2003 (Nr. 26 / Seite 35)]  und bekundet damit erneut ihr aufgewecktes Wesen. Nach dem Tode Augsteins hatte sie schon über dessen erste SPIEGEL-Stolperschritte unter den kritischen Augen des britischen "Umerziehungsoffiziers", der ihr Vater und 1933 ausgewandert war, berichtet.

Quelle:Fest / Hoffmann, Hitler Gesichter eines Diktators, Vlg.Herbig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mrs. Wallis Simpson - zweifach geschieden, nach fischer-schroderschen Maßstäben eher mufflig unterzahlig - wirkte auf den König geheimnisvoll faszinös, was kein Geheimnis blieb. Die Amerikanerin wurde der Spionage für die Nazis wie für den KGB verdächtigt. Eine Affäre mit Ribbentrop, dem deutschen Botschafter und späteren Aussenminister der ihr „einem im vergangenen Jahr zugänglich gemachten FBI-Bericht nach siebzehn Nelken geschickt haben soll, für jeden Beischlaf eine,  wird ihr genauso nachgesagt wie ein Kind mit Mussolinis Schwiegersohn Graf Ciano gehabt zu haben, und lästerte, sie habe ihre erotischen Künste in den Bordellen Hongkongs gelernt“, so in der FAZ schwarz auf weiss.


Quelle: F.A.Z.

Die Historiker sind eher neugierig auf die Beziehungen des abgehalfterten Königs, der es lieber bleiben wollte, und der Duchesse of Windsor zu den Nazis, die bekanntlich zum angeblichen Leidwesen anderer zu Hitler auf sein „Adlernest“ flogen. Viel interessanter ist aber der secret service für das ungestillte Liebesleben von Mrs. Simpson und ich zitiere erneut die FAZ:

>> Neu ist vor allem die Enthüllung über einen weiteren Mann, mit dem Wallis Simpson zur gleichen Zeit "intime Beziehungen" hatte wie mit Eduard. Der Sicherheitsdienst war genauestens unterrichtet über den Autohändler Guy Marcus Trundle, "ein sehr charmanter Abenteurer" wie es in dem Bericht heisst, den Wallis Simpson regelmässig empfing. Wie wäre wohl die Geschichte verlaufen, wenn Eduard gewusst hätte, dass "die Frau, die ich liebe" und derentwegen er auf den Thron von England verzichtete, ihm schon damals Hörner aufgesetzt hatte <<.

Übrigens:  Edward VIII diente später während WK II der Krone trefflich als skrupulös empfindungsloser Gouverneur der Bahamas statt seines geschassten Vorgängers. Warum
trefflich ? Nun, dieser zeigte sich störrisch zum Deal der US-Regierung mit dem hafteinsitzenden Al Capone, nämlich hilfreicher Mafia-Empfang auf Sizilien für landende GIs im Tauschgeschäft gegen entkriminalisierter Mafia-Empfang auf den Bahamas mit freiem Schalten und Walten bei Black Jack und unseriösen Damen.

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